Hepar sulphuris calcarea

Hep

Kalkerdige Schwefelleber

Hahnemann, CK, III 348
Ein Gemisch von feingepülverten, reinen Austernschalen und ganz reiner Schwefelblumen wird zehn Minuten im verklebten Schmelztigel weißglühend erhalten und dann in einem wohlverschlossenen Glase aufbewahrt. Man behandelt sie, um ihre Kräfte zu entwickeln, wie andere trockene Arzneisubstanzen....


 
Warum diese merkwürdige Herstellung einer merkwürdigen Substanz?
Schwefelleber wurde in der Metallurgie benutzt, um Edelmetalle, insbesondere Gold und Silber an ausgewählten Stellen zu abzudunkeln oder zu schwärzen. Somit war die Schwefelleber eine in der damaligen Chemie gängige Substanz. Weshalb Hahnemann die "kalkerdige" hier benutzt, ist  aus seinen Herstellungsanleitungen nicht zu ersehen.


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