MgCl2.6H2O Mol. Gew.: 203.303
Magensii chloridum; Chloride of magnesium, Magnesium chloride; Chlorure
de magnesium.
Murias magnesiae, Kochsalzsauere Bittersalzerde
In reiner Kochsalzsäure (aus Kochsalz mit gleichem Gewichte nach glühenden
Schmelzen wieder an der Luft zur öligen Konsistenz zerflossener Phosphorsäure
durch Destillation angetrieben) wird in der Hitze so viel reiner Bittersalzerde
aufgelöset, als sich bei 80° Reaum. Auflösen kann, die Lauge
noch heiss durchgeseihet und in gleicher Wärme eingetrocknet, um diess
leicht zerfliessbare Mittelsalz in einem verstopften Glase aufbewahren
zu können)
Es ist wenig, was ich bis jetzt von dieser Arznei vorzulegen habe, aber
viel hat sich die chronisch kranke Welt von ihr zu versprechen, wenn man
bedenkt, dass der grosse Nutzen, den die Seebäder schon in langwierigen
(psorischen) Leiden mancher Art geleistet haben (wenn man die Wirkung der
Reise an jene Orte, die Wirkung der Entfernung von, oft lästigen Geschäften,
und die Wirkung des Wellen-Schlags des Meeres auf die darin Badenden wegrechent),
einzig durch Einwirkung dieses Salzes auf die Hautnerven ausgerichtet worden
ist; denn wenigstens in der Nordsee ist fast eine Unze dieses Salzes in
einem Pfunde Seewasser enthalten.
(...)
Hahnemann: Chronische Krankheiten: Magnesium muriaticum IV / 178
Mezger
Das salzsaure Magnesium gehört in der Homöopathie
zu den hochgeschätzten und häufig gebrauchten Mitteln, obwohl
die Prüfungen, auf die sich das Arzneimittelbild stützt, nicht
umfangreich sind. HAHNEMANN hat das Symptomenregister in den Chron. Krankheiten
zusammengestellt, schreibt aber selbst dazu: "Es ist wenig, was ich von
dieser Arznei vorzulegen habe." Außer HAHNEMANN selbst, seinen Schülern
HARTLAUB, JAHR und SCHRETER führt er besonders die Ergebnisse des
im dunkeln bleibenden Prüfers NENNING und seiner Prüfergruppe
an. Diesem in Böhmen lebenden Prüfer war es durch die Gesetze
der österreichisch-ungarischen Monarchie verboten, seine Forschungen
in das Ausland weiterzugeben.
Wegen dieser nicht befriedigenden experimentellen
Grundlage entschloß sich der Verfasser, eine Neuprüfung vorzunehmen.
An dieser nahmen im Jahre 1939 16 Personen, acht ärztliche Prüfer
und acht weibliche Personen, von denen 2 Ärztinnen und 6 Krankenschwestern
waren, teil. Als Prüfstoff wurde ausschließlich D 12 verwendet.
Das Alter der Prüfer lag zwischen 23 und 45 Jahren. Jeder Prüfer
wurde 2 Wochen lang unter Plazebo beobachtet. Die Dauer der Prüfstoffeinnahme
betrug im Mittel 28,7 Tage, die Nachbeobachtung etwa 10 Tage.